Roaminggebühren

Ganz besonders in Urlaubszeiten befindet man sich oft in anderen Ländern oder auf der Reise dorthin. Überraschend viele kommen in eine heikle Situation: Beim Zug-, Bus- oder Autofahren übertritt man – ohne es zu merken – die Grenze und telefoniert nach dem Grenzübertritt mit dem Handy, in dem Irrglauben sich noch im anderen Land zu befinden. Eine sehr ärgerliche Situation ist das insofern, dass ab dem Grenzübertritt der Auslandtarif des Mobilfunkanbieters gilt und so Roaming-Gebühren anfallen können. So zahlt man anstelle des gewohnten Tarifes um Einiges mehr, ohne es zu bemerken.

Deshalb ist es seit Oktober zweitausendsechs die Pflicht der Anbieter, beim Übertreten der Grenze den Kunden mit einer kostenlosen SMS mitzuteilen, dass er sich nun in einem anderen Land befindet und andere Kosten vor Augen haben sollte. Doch in der Praxis funktioniert das nicht immer, so überprüfte man das Ankommen einer solchen SMS durch einen Handy Test, wobei zum Erschrecken der Tester, nicht von allen Anbietern dieses Versenden der Information stattfand.

Auch die Kosten für Auslandsanrufe mit dem Mobiltelefon sind schon seit einigen Jahren gesetzlich heruntergesetzt, um den Kunden vor Kostenfallen zu schützen, denn nicht selten wurden normale Bürger durch riesige Rechnungen ihrer Mobilfunkgeräte überrannt, da ihnen die hohen Kosten eines Auslandanrufes nicht klar waren. Auch Hotlines zum Beispiel, die beim Anrufen innerhalb Deutschlands umsonst sind, können sehr teuer werden, sobald man aus dem Ausland telefoniert. So raten die Verbraucherzentralen, vor dem Urlaubsbesuch oder vor dem Anruf einer bestimmten Nummer, die Kosten zu prüfen, um möglichen und oft versteckten Kostenfallen gezielt aus dem Weg zu gehen.


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